Verschobene Veranstaltungen

Neuer Termin: 29.03.2023 | 19 Uhr

Ursprünglich: 08. Februar 2022 | 19 Uhr

Muss leider verlegt werden aufgrund der auferlegten Kapazitätsbegrenzungen durch das Land! 

Till Reiners | Flamingos am Kotti

 

Preis: 27,50 € | erm. 25,- € zzgl. Gebühren

 

Flamingos am Kotti ist das vierte Programm von Till Reiners und es ist besser als alle anderen davor. Damit alle auf dem gleichen Stand sind: „Kotti“ ist das Kottbusser Tor in Berlin. Es gibt dort Drogen, Armut und immer einen, der gerade einen Hund nachmacht und ein Superman-Cape trägt, und bei dem man nie weiß: Psychose oder After-Hour? Außerdem sieht man manchmal einen Familienvater, der Dinkelkekse im Rossmann kauft, während vor dem Geschäft eine Frau auf dem Einrad „Gedichte für den Hausgebrauch“ anbietet - aber alle am Kotti wissen: Der Typ mit den Dinkelkeksen, der ist hier der Freak. Vergegenwärtigen wir uns: Für Flamingos sind Menschen Exoten mit verrückten Hälsen. Jetzt sind Sie inhaltlich optimal vorbereitet - den Humor übernimmt Till Reiners. Sie müssen nur noch beherzt lachen. Verständnisfragen, kritische Anmerkungen: gerne in der Show äußern, wenn es nicht nervt. Seien Sie bitte pünktlich, es sei denn, Sie wollen angesprochen werden. Dann gerne auch kurz vor der Pause kommen. Wäre diese Comedyshow ein Gericht, wäre sie ein fantastischer Burger. Sieht aus wie Fastfood, aber schmeckt so edel, dass man sich fast schämt, keinen Frack zu tragen. Apropos: Bitte ziehen Sie an, was Sie möchten. Ihre beste Garderobe hat auf diesen Moment gewartet. Richten Sie Ihre Federboa, trinken Sie noch einen Schluck aus dem reingeschmuggelten Pfeffi. Helfen Sie dem Künstler und beleidigen Sie Menschen, die etwas auf der Bühne abstellen, als wären sie gottlose Tiere - schon kann es losgehen! Nach fast 1,5 Jahren Spielpause freut sich Till Reiners extrem auf Sie. Er lässt ausrichten: „Lassen Sie uns für 90 Minuten das Leid der Welt durch ein Kaleidoskop betrachten.“

In der Orangerie Herrenhausen


Leider erneut verschoben auf den 05.10.2022!

06. September 2021 | 20 Uhr

Im Theater am Aegi

Lisa Eckhart | Die Vorteile des Lasters

 

Preis: 23,50 € bis 32,30 €

 

Es war nicht alles schlecht unter Gott. Gut war zum Beispiel, dass alles schlecht war. Denn alles, was man tat, war Sünde. Wir waren alle gute Christen und hatten einen Heidenspaß. Die Hölle zählte Leistungsgruppen, Ablässe waren das perfekte Last-Minute Geschenk und lasterhaft zu sein noch Kunst. Doch dann starb Gott ganz unerwartet an chronischer Langeweile. Und bei der Testamentsverlesung hieß es, wir wären alle von der Ursünde enterbt. Fortan war kein Mensch mehr schlecht, jedes Laster nunmehr straffrei und die Hölle wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. So fand der Spaß ein jähes Ende. Heute ziehen Eisfirmen, Elektronikgeschäfte und jedes zweite Schlagerlied die sieben Sünden in den Dreck, indem man sie zur heiligen Tugend erklärt. Gott befahl uns zu entsagen, Coca Cola zu genießen. Man hat uns alles erlaubt und somit alles genommen. Polyamorie versaute die Unzucht. All-You-Can-Eat Buffets vergällten die Völlerei. Facebook beschämte die Eitelkeit. Ego-Shooter liquidierten den Jähzorn. Wellnesshotels verweichlichten die Trägheit. Sie alle haben's schlecht gemeint. Doch schlecht gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von schlecht. Und kein Zweck heiligt das Mittelmaß. Darum gilt es, die Sünden neu zu erfinden. Wie widersetzt man sich der Spaßgesellschaft ohne den eigenen Spaß einzubüßen? Wie empört man seine Umwelt ohne als Künstler verleumdet zu werden? Wie verweigert man sich dem Konsumerismus ohne auf irgendetwas zu verzichten? Wie verachtet man die Unterhaltungsindustrie ohne Adorno schmeichelnd ans Gemächt zu fassen? Wie wird man zum Ketzer einer säkularisierten Welt? Seien Sie neidisch auf andere, doch anstatt ihnen nachzueifern, ziehen Sie sie auf Ihr Niveau.

Seien Sie träge und zeigen Sie Ihrem Partner, wer in der Beziehung die Windeln anhat. Seien Sie jähzornig und beschimpfen Sie Werner Herzog.

Seien Sie wollüstig und beschränken Sie sich nicht auf die zwei, drei Abgründe Ihres Körpers.

Seien Sie eitel und entreißen Sie Ihre Schönheit dem trüben Auge des Betrachters. Seien Sie geizig und teilen Sie nicht länger brüderlich wie Kain den Schädel seines Bruders. Seien Sie maßlos in allem, nur niemals der Mittelmäßigkeit.


Leider verschoben!

27. Januar 2022 | 20:00 Uhr

Verschoben auf den 18.01.2024

Lucy van Kuhl | Dazwischen

 

Preis: 27,50 € | erm. 15,- €

 

Wir sind oft dazwischen. Pasta oder Pizza? Samsung oder Apple? Welchen Handy-Vertrag bei den vielen Angeboten? Bleibe ich bei meinem Partner oder will ich etwas Neues?

Als Sklaven unserer Zeit hetzen wir von Termin zu Termin, schieben manchmal Menschen und Hamburger einfach so dazwischen. Arbeite ich noch oder lebe ich schon?

Lucy van Kuhl zeigt in ihrem neuen Programm, dass der „Dazwischen“-Zustand etwas Aufregendes hat. Schließlich befinden wir uns alle im „Dazwischen“ zwischen Geburt und Tod, das man Leben nennt. Wie schlimm ist es, mal eine zeitlang auf zwei halben Stühlen sitzen?

Es geht auch nicht immer um ein Entweder-Oder, sondern auch mal um ein Sowohl als Auch. Wir sind alle Persönlichkeiten mit vielen Facetten, keiner hat nur eine.

Auf ihre humorvoll-nachdenkliche Art erzählt und besingt Lucy van Kuhl Situationen aus dem Leben. In ihren sensiblen Chansons und knackig-pointierten Kabarett-Liedern bringt sie’s auf den Punkt – und das Ein oder Andere steht natürlich auch zwischen den Zeilen…


Wurde verschoben.

17. März 2022 | 20  Uhr 

Verschoben auf den 24.09.2022

Frank Sauer | Adam und Eva hätten die Schlange besser mal gegrillt

Preis: 27,50 € | erm. 15,- €

 

 

Mann, Frau, Apfel. Das ist der flotte Dreier, mit dem die Geschichte beginnt. Leider. Denn

was wäre uns nicht alles erspart geblieben, wenn diese blöde Sache mit der Schlange

nicht gewesen wäre! Aber Adam und Eva, die Vorläufer sämtlicher Ehen,

Langzeitbeziehungen und Tagesabschnittsverhältnisse, mussten sich ja verführen lassen,

wurden dafür aus dem Paradies vor die Tür gesetzt, und da stehen wir heute noch -

Paradies verrammelt. Und so müssen sich Mann und Frau bis heute rumschlagen mit

Missverständnissen, Eifersucht, Problemgesprächen und Trennungsseminaren, also mit

allen „Erfreulichkeiten“, die das Beziehungsleben so zu bieten hat.

Die modere Beziehung ist offen und emotionsflexibel. Von der hormonüberfluteten

Liebschaft bis hin zur Ehe aus Kalkül: Manche heiraten gleich mit 18, aber nicht aus Liebe,

sondern weil Ehepartner bei Klassenarbeiten voneinander abschreiben dürfen. Andere

bleiben trotz Zerrüttung noch zusammen, weil es halt beim Pizzaservice einen

Mindestbestellwert gibt.

Und mal Hand aufs Herz: Wie ist das bei Ihnen? Welcher Satz macht Ihnen mehr Freude?

„Ich liebe dich“ oder „Wir öffnen Kasse 2 für Sie“? Denn eine Beziehung zu haben heißt,

die Sorgen miteinander zu teilen, die man allein gar nicht gehabt hätte. Eine typische lose-

lose-Situation. Aber es sind eben diese hinreißenden Gefühle damit verbunden.

Frank Sauers unnachahmliche Mischung aus Witz und Tiefgang blinzelt hier mal wieder

frech unter der Bettdecke hervor. Er gräbt sich tief in den Beziehungsdschungel aus

Polygamie und Psychologie, aus Zwangsheirat, Coronakoller, ehegeschädigten Garnelen

und artgerechter Männerhaltung. Und am Ende hockt er kichernd auf dem Baum der

Erkenntnis und resümiert: Wenn Gott Adam und Eva aus Lehm gebacken und ihnen dann

den göttlichen Atem eingehaucht hat, dann ist der Mensch – ein Pustekuchen.